Programm

"Zebra" Kinderlieder mit Bruno Hächler

Datum: Mittwoch 8. September 2010 / 16:00 Uhr
Details :

Zentrum Chilematt Steinhausen  /  Dauer ca. 1 Std.  /  Eintritt für Gross und Klein Fr. 5.--  /  Keine Platzreservation möglich

Der 13. September ist jeweils der Schweizer Tag der Kleinkunst.  Auch die Kulturkommission Steinhausen hat traditionellerweise in diesem Zeitraum einen Kleinkunst-Anlass auf dem Programm, diesmal für die "Kleinen" mit einem Kinderlieder-Nachmittag.

Noch nie klangen Bruno Hächlers Lieder so groovig wie im Programm "Zebra". Das geht direkt in Ohren, Herz und Beine.

Drei Jahre sind es her, seit Bruno Hächlers CD "Langi Ohre" erschienen ist. Drei Jahre, in denen der Winterthurer Autor und Musiker fast konstant auf Tournee war, in denen er mit dem Publikum gesungen, getanzt und gelacht hat. Das hört man „Zebra“ an.

Der Schnabelwetzer „Sibe langi Schlange“ gibt den Takt an. Angetrieben von der kernigen Gitarre hängen nicht nur die Schlangen an den Stangen, ganz andere Viecher sind wortspielerisch unterwegs: „Sibe müedi Motte, wohned bi de Gotte, ässed alli flotte, Chleider vo de Gotte – s sind halt ebe Motte“. Phantasie, Wünsche, Gefühle prägen die Lieder. Da zieht jemand nachts einen roten Umhang an, da möchte das Zebra endlich einmal aus seiner gestreiften Haut schlüpfen, da sieht der alte Mond plötzlich wie ein Luftballon aus, oder da reckt ein Baukran seinen langen Hals um die Stadt besser zu überblicken.

Bruno Hächler liebt die Sprache, das spürt man aus jeder Zeile. Das spürt man aus jeder Zeile. „S Muul verzieh bis zu de Ohre, um de Egge schile, d Nase rümpfe, d Stirne runzle, mit de Bagge spile“ singt er im Lied „Lache“. Oder er lässt den Siebenschläfer tanzen: „Immer wänns bi öis im Huus, dunkel wird und d Flädermuus, still ab ihrem Balke stigt, über d Dächer flügt, fangts im Eschtrich a rumore, gsehsch e Nase und zwei Ohre, wird de Sibeschlöfer wach, und de macht en Krach...“

"Zebra" ist auch musikalisch äusserst abwechslungsreich. In Steinhausen ist Sandra Merk am Bass mit von der Partie. Sie hat zusammen mit Remo Signer (Schlagzeug, an der Steinhauser Aufführung nicht dabei) intensiv an den Arrangements mitgearbeitet und für Druck und Leichtigkeit gesorgt.

Zu den Kinderliedern ist Bruno Hächler über seine Bilderbücher gekommen. Er hat in der Zwischenzeit über ein Dutzend Bücher und Geschichten für Kinder veröffentlicht. Sie wurden in viele Sprachen übersetzt und teilweise fürs Fernsehen adaptiert. Die erste Kinder-CD "Pablo" erschien 2001; es folgten später "Lily" und "Langi Ohre". Für letztere erhielt Bruno Hächler 2006 den "Lollipop Award 2006" und wurde damit zum beliebtesten Kindermusiker der Schweiz gekürt.